Klabauter Theater

Klabauter ist ein kleines Theater direkt am Berliner Tor mit einem Ensemble aus 12 professionellen Schauspielern und Schauspielerinnen mit Behinderungen.

Das Theater, das in einem ehemaligen Gemeindesaal im Zentrum Borgfelde beheimatet ist,  bietet Platz für etwa 100 Zuschauer.

Direkte Nachbarn und Partner im Zentrum Borgfelde sind weitere Arbeitsprojekte der Behindertenhilfe des Rauhen Hauses, Büros der Jugendhilfe und eine betreute WG.

Das Klabauter Theater versteht sich als ein öffentlicher Raum des Austausches, in dem jede/r von jedem/r lernt. Hier wird gemeinsam Schauspiel, Bewegung und Stimme trainiert. Es gibt Workshops und Probenbesuche, in denen die Gäste gemeinsam mit den Schauspielern Szenen zu bestimmten Themen entwickeln. Sehen, einordnen und (be-) urteilen wird konsequent hinterfragt.

Das Ensemble produziert etwa zwei neue Stücke im Jahr. Die Entwicklung ist ein kollektiver Prozess, in dessen Rahmen eigene Texte entstehen, oder klassische sowie zeitgenössische Stücke neu bearbeitet und umgeschrieben werden. Die Bereiche Ausstattung/Bühne, Musik, Video und Theatertechnik – im Klabauter Theater jeweils mit nur einem/r Mitarbeiter/in besetzt – sind von Beginn an Teil des Prozesses. Die Wege sind kurz, die Zusammenarbeit geschieht auf Augenhöhe.

Aus der Zusammenarbeit mit Schulen erhoffen wir uns einen intensiven Austausch und weitere Experimente zu  unterschiedlichen, kreativen Lehr- und Lernformen und –Prozessen, auch im Hinblick auf das Thema Inklusion.

Gemeinsame Spielprojekte von Schülern/innen und Ensemblemitgliedern auch im öffentlichen Raum, oder an spezifischen Orten im Einzugsbereich der Schule, Workshops zu den Themen Schauspiel, kreatives Schreiben, Video, etc. sind möglich.

Wir freuen uns auf TUSCH!

Partner von:

G3 – Gewerbeschule

Warum die Staatliche Gewerbeschule für Ernährung und Hauswirtschaft (G3)
am Projekt Tusch teilnimmt.

Wir sind der Auffassung, dass künstlerisch-ästhetische Erfahrungen alle Lebensbereiche durchdringen, die individuellen, sozialen wie beruflichen und sie damit für unsere Schüler*innen bedeutsam sind. Wir betrachten es als unsere Aufgabe, die Schüler*innen zu befähigen, sich unserer Welt zuzuwenden, diese wahrzunehmen und mit individuellen Fragen zu erkunden.

Die Relevanz der im TUSCH-Programm zu erwartenden Bildungsprozesse liegt nicht ausschließlich im Kompetenzerwerb für berufliche Verwendungszusammenhänge. Handlungsorientierte, in Gruppen entwickelte Projekte, wie sie durch TUSCH entstehen, stellen authentische Situationen des Lernens dar. Sie ermöglichen unseren Schüler*innen, vielfältige kognitive und emotionale Erfahrungen zu sammeln, kreative Ausdrucksmöglichkeiten zu entdecken und so ihre Individualität weiterzuentwickeln.

Durch TUSCH bekommt die pädagogische Arbeit einen Rahmen, in dem die Schüler*innen Erfahrungen in der gemeinsamen Arbeit mit Schauspieler*innen sammeln. Insofern lernen unsere Schüler*innen auch die Arbeitsweise in einem kreativen Beruf kennen und ebenso das Theater als "Betrieb". Hier lassen sich Erfahrungen sammeln, die auch für den Übergang in einen Beruf bedeutsam sein können, z.B. Berufe am Theater.

Bei einem Probenbesuch im Klabauter-Theater ist deutlich geworden, dass hier unter einer professionellen Regie die Schauspieler*innen mit einem hohen körperlichen Einsatz einen anstrengenden Beruf ausführen. Einige unserer Schüler*innen haben in ihrem bisherigen Leben erfahren, dass etwas aufgrund der körperlichen Behinderung nicht geht. Hier erfahren sie das Gegenteil, und das nicht in einem geschützten schulischen Rahmen, sondern im realen Arbeitsleben. Vor diesem Hintergrund ist die Kooperation mit dem Klabauter-Theater sehr bedeutsam.

Auch die räumliche Nähe unserer Schule zum Klabauter-Theater (sie befinden sich im gleichen Stadtteil) ist für die Teilnahme an TUSCH von Vorteil.

Joomla templates by Joomlashine